«

»

Sep 27 2014

Aqeel Rehman in Brasilien beim Caldense Open 2014 – Sieg des PSA Turniers – 4. PSA Titel

Unser Serien Staatsmeister, Aqeel Rehman ist derzeit in Brasilien unterwegs. Auf Nummer 1 gesetzt, hat sich Aqeel problemlos ins Halbfinale gespielt. Im Spiel gegen Hugo Valera(Es) kann sich Aqeel mit 3:1 den Finaleinzug sichern. Im Finale trifft Aqeel nun auf Rodrigo Pezotta (WRL 194). Nach seiner Setzung auf 1, konnte er der Favoritenrolle gerecht werden und das $ 5.000,- Turnier gewinnen. Wir gratulieren zum 4. PSA Titel!

Link zur Veranstaltung

Birgit Coufal ist auf der anderen Seite der Erde in Indien unterwegs – siehe auch die Berichte – Birgit goes Bollywood .

Und hier mit seinen eigenen WortenLink zur Seite von Aqeel

Diese Woche starte ich in Pocos de Caldas in Braslien bei den Caldense International Squash Champship. Bei diesem Challenger 5 Turnier bin ich topgesetzt und treffe am Freitag in der ersten Runde auf Diego Gobbi (BRA, WRL 262). Mehr Infos gibt es hier zu finden.

5. Bericht: 3/0 Finalsieg in Brasilien über Pezzota bedeutet 4.PSA Tour-Titel!

Mit einem 3/0 Erfolg gegen den Argentinier Rodrigo Pezzota (WRL 194) feierte ich in Pocos de Caldas, Brasilien meinen vierten PSA Tour-Titel im fünften Finale.

Ich war schon vor dem Endspiel sehr positiv gestimmt, doch in einem Finale kann alles passieren. Mein Gegner zeigte im Verlaufe des Turniers ebenfalls starke Leistungen und warf die Nummer 2 und 5 aus dem Bewerb.

Doch auch heute war meine Konzentration und Fokus ganz auf meine Stärken gerichtet und ich versuchte einfach nur mein Spiel durchzuziehen. Ich wusste, dass ich mit meinem druckvollen und schnellen Spiel bei meinen Gegnern viel Schaden anrichten kann und so war es auch heute.

Zu Beginn des ersten Satzes versuchte ich sofort Tempo zu machen und meinem Gegner einfach keine Zeit zu geben. Ich war teilweise zu hektisch, doch die Taktik funktionierte und ab 3/3 konnte ich mich absetzen und den ersten Satz nach etwa 15 Minuten mit 11/5 gewinnen.

Dies war schon eine sehr gute Basis für das restliche Match. Der Argentinier schien tatsächlich mit dem Tempo und Druck etwas überascht und überfordert gewesen zu sein. Im zweiten Durchgang änderte er seine Spielweise etwas und begann selber mehr zu attackieren und nützte dabei auch seinen großen Körper ein um mich auszublocken.

Die Spielweise welche er nun aufzog war nicht astrein, doch ich versuchte mich spielerisch durchzusetzen und mich dennoch auch körperlich zu behaupten. Ich konnte das Spielgeschehen und meinen Gegner weiterhin gut kontrollieren und eine 8/4 Führung aufbauen. Für einen kurzen Moment wurde es noch einmal kritisch, als mein Gegner auf 6/8 herankam, doch ich ließ nichts mehr anbrennen und gewann den Satz mit 11/6.

Im dritten Satz verschlief ich den Start ähnlich wie im Semifinale. Ich überließ meinem Gegner zu sehr die Initiative welcher nun mehr Zeit hatte seine Schläge zu spielen und mich in Bedrängnis brachte. Ich lag schon fast etwas aussichtslos mit 2/6 bzw 3/7 zurück, doch erst dieser Rückstand weckte mich noch einmal auf und ermöglichte es mir mein geduldiges und sauberes Spiel wiederzufinden. Und promt änderte sich das Momentum und ich übernahm sofort wieder die Kontrolle. Ich merke unmittelbar wie ein Schalter in Rodrigos Kopf sich umlegte und meinen Widerstand spürte und nicht mehr so leicht seine Punkte machen konnte. Tatsächlich gewann ich die nächsten sieben von achte gespielten Ballwechseln und konnte mir bei 10/8 zwei Matchbälle sichern.

Die Stimmung war mittlerweile am Kochen, die etwa 200 Zuschauer sorgten für eine riesen Stimmung und wollten einerseits ihren Erzfeind aus Argentinien am Verlieren sehen und eine andere Gruppe wollte noch mehr Squash sehen. Letzteres wurde auch kurzfristig erfüllt, da ich meine beiden Matchbälle nicht verwerten konnte. Damit bekam mein Gegner auch nochmal einen Motivationsschub, doch ich blieb ganz ruhig, und diese Ruhe war bestimmt ein entscheidender Faktor, warum es mir gelang noch in diesem Satz den Sack zuzumachen. Den dritten Matchball bei 11/10 verwandelte ich schlussendlich zum 12/10.

Nach 50 Minuten holte ich mir den Titel mit dem Ergebnis 11/5, 11/6, 12/10.

Es war gerade zum Schluss ein äußerst hartes Spiel, welches auch körperlich sehr schwer für mich war. Schon im zweiten Satz spürte ich einen kleinen Einbruch, doch speziell im dritten Satz wusste ich, dass auch bei meinem Gegner bestimmt die Kräfte noch mehr hinüber sein müssen. Dieser Gedanke gab mir noch einen extra Schub an Einsatz und Wille um den dritten Satz zu drehen.

Ich bin nun sehr, sehr glücklich nach meinen nicht nur vierten Titel im fünften Finale, sondern gleich mein zweiter in diesem Jahr!

Es war wie die perfekte Woche für mich, schon die Vorbereitung, die Planung für das Turnier, der Turnierverlauf selbst und natürlich meine Leistung und Einstellung passten ideal zusammen. Als Nummer eins gesetzt in ein Turnier zu gehen bringt einiges an Druck mit sich, welchen ich aber überhaupt nicht verspürte. Ich wollte mich einfach nur auf meine Leistung konzentrieren und mein bestes Squash spielen, anstatt zu sehr ergebnisorientiert zu denken.

Nach der Siegerehrung gab es noch TV-Interviews so wie etliche Fotos, welche ich noch auf meiner Seite online stelle. Anbei gibt es schon einmal einen kurzen Vorgeschmack.

Weitere Infos und Ergebnisse sollten hier noch zu finden sein.

Wie immer geht ein großer Dank wieder an alle meine Unterstützer und Familie, es freut mich zumindest einen kleinen Teil zurückgeben zu können.

Viel Zeit zum Feiern bleibt leider nicht, dann schon am selben Abend ging es drei Autostunden südlich nach Sao Paolo wo ich am Montag Nachmittag nach England fliege und dann noch am Dienstag nur wenige Stunden nach meiner Ankunft in der Northwest County League an den Start gehe und auf keinen geringeren treffen werde als meinen Salzburger Bundesliga-Teamkollegen Andy Whipp.

Interessantes Detail, auch am Tag darauf treffen wir in der Yorkshire League aufeinander!

DSC_1598 DSC_1618 DSC_1623

4. Bericht: Finaleinzug in Pocos de Caldas nach 3/1 Sieg gegen Valera!

Nach einem wie erwartet schweren Spiel gegen den Spanier Hugo Valera (WRL 337), setzte ich mich dank einer sehr guten Leistung mit 3/1 durch und stehe somit im Finale bei den Caldense International Championships.

Ich zeigte heute vom ersten Ballwechsel an eine sehr konzentrierte und reife Leistung. Ich passte mein Spiel den schwierigen Spielverhältnissen sehr gut an und zeigte meinem Gegner von Beginn an klar, dass ihn ein schwieriges Spiel erwarten wird.

Ich begann sehr geduldig und wollte den Spanier in den ersten 20 bis 30 Minuten sukzessive die Kraft rauben. Ab Mitte des ersten Satzes begann meinem Gegner bereits die Geduld zu vergehen und ich bekam gleich Möglichkeiten ihn noch mehr zu bewegen und zu attackieren.

Ich konnte mich früh absetzen und gab die Führung auch nicht mehr aus der Hand und sicherte mir den ersten Satz nach etwa 20 Minuten mit 11/5 – ein perfekter Start für mich!

Im zweiten Satz startete ich sehr schlecht und unkonzentriert. Ich spielte zu früh nach vorne und wollte die Ballwechsel zu früh entscheiden und zu leicht gewinnen. Es war noch viel zu früh um damit zu beginnen, da mein Gegner noch nicht müde genug war. Dies rächte sich, Hugo nütze diese Gelegenheiten aus um selber zu Punkten und meine schlechten Bälle zu verwerten. Ich kratzte aber gerade noch die Kurve, als ich beim Stand von 3/8 wieder meine Konzentration und meine Taktik fand.

Ein enorm anstrengender Ballwechsel bei 5/8 war so etwas wie eine kleine Vorentscheidung. Auch wenn ich den Satz noch hauchdünn mit 9/11 verlor, war es wie ein Phyrusssieg für den Spanier.

Er sollte sich von den Strapazen nicht mehr erholen und somit ging der dritte Durchgang souverän mit 11/1 an mich. Dabei passte meine Konzentration und mein Spiel wieder perfekt und gab mir sehr viel Selbstvertrauen für das Match.

Klarerweise kämpfte sich mein Gegner zu Beginn des vierten Satzes noch mal zurück und konnte sogar eine 1/4 Führung herausspielen. Doch ich setzte mein Spiel weiter fort und es war damit nur eine Frage der Zeit bis Hugos Kräfte wieder zu Ende waren. Nach zehn Punkten in Serie sicherte ich mir sechs Matchbälle, wobei ich den zweiten mit einem herrlichen Rückhand Service-Return Crosscourt Nick verwertete.

Nach 55 Minuten lautete das Ergebnis 11/5, 9/11, 11/1, 11/5.

Ich bin sehr stolz auf meine Leistung, denn mein Gegner heute verlangte mir nicht nur körperlich und spielerisch alles ab sondern auch mental. Es war eine Frage wer den Ball geduldiger kontrollieren kann und den längeren Atem hat. Dies war glücklicherweise ich und damit zog ich sehr verdient in mein fünftes PSA-Tour Finale ein.

Dort erwarte ich den Argentinier Rodrigo Pezotta (WRL 194), welcher ursprünglich mein Erstundengegener hätte sein sollen, ehe er dank einer Absage umgesetzt wurde.

Ich denke mit der Leistung heute gehe ich als Favorit in die Partie, ich sehe meine Fähigkeiten über die des Argentiniers und habe alle nötigen Waffen um zu dominieren. Ich habe also keine Angst oder Zweifel, wenn doch ich auch in dieses Endspiel äußerst konzentriert an den Start gehen werde. Immerhin eleminierte er heute die Nummer 2 und 5 des Turniers. Es ist unsere erste Begegnung und ich kann es kaum erwarten morgen auf dem Court zu stehen!

Das Finale findet um 14 Uhr Ortszeit statt, also 19 Uhr in Österreich. Weitere Infos und Fotos gibt es hier zu finden.

3. Bericht: Sicherer Aufstieg ins Halbfinale in Brasilien

Innerhalb nur 25 Minuten machte ich im Viertelfinale in Pocos de Caldas mit meinem Gegner Mike Lewis (USA, WRL 243) kurzen Prozess und konnte mich damit für das noch heute anstehende Semifinale schonen.

Ich war in allen Belangen um Einiges stärker und mit 11/5, 11/4, 11/4 ging das Ergebnis auch dementsprechend klar zu meinen Gunsten aus.

Ich konnte damit wie erhofft viel Kraft sparen, während mein nächster Gegner Hugo Valera (ESP, WRL 337) schwer zu kämpfen hatte. Doch auf eventuelle Ermüdungserscheinungen kann ich mich auf keinen Fall verlassen. Immerhin hat der junge Spanier im Verlaufe dieses Turniers schon die Nummer 4 und 6 aus dem Bewerb geworfen und wird auch bestimmt im nächsten Match sich nicht zurückziehen.

Ich vertraue aber ganz auf meine spielerischen und technischen Fähigkeiten und habe mit Sicherheit selbst alles in der Hand mich durchzusetzen, vorausgesetzt ich zeige was ich drauf habe.

Das Halbfinale beginnt um 19 Uhr Ortszeit, also Mitternacht in Österreich.

Ich bin schon gespannt auf diese neue Herauforderung und werde mein Bestes geben. Weitere Infos und Fotos gibt es noch hier zu finden.

2. Bericht: Guter Auftakt in Brasilien – 3/0 Sieg in 1.Runde gegen Gobbi

Mit einem 3/0 Erfolg gegen Diego Gobbi (BRA, WRL 262) in der ersten Runde bei den Caldense International Squash Championship in Pocos de Caldas, gelang mir ein Auftakt nach Maß, auch wenn ich mich mehr mühen musste als nötig gewesen wäre.

Mit 11/9, 11/9, 11/5 gingen vor allem die ersten beiden Sätze relativ knapp aus, nachdem ich bereits jeweils eine Führung herausgespielt hatte. Die Courts sind duch die Höhenlage (1200m) extrem schnell, ein sauberer Spielaufbau ist überhaupt nicht möglich und ist weit vom traditionellen Spiel entfernt.

Dies liegt meiner Spielanlage nicht unbedingt, allerdings spielt die körperliche Fitness eine noch größere Rolle, da es sehr lange Ballwechsel gibt und die Spiele hart und ausgeglichen sind.

Ich versuchte einigermaßen geduldig zu bleiben und zumindest ab und zu den Rhythmus und das Tempo zu wechseln. Es war keine einfache Aufgabe gegen den jungen Brasilianer, doch ich war spielerisch überlegen genug um nichts anbrennen zu lassen.

Es war ein guter Start in das Turnier um einen Rhythmus zu finden, ein Spiel in die Beine zu bekommen ohne zu viel Kraft liegen zu lassen. Mein Gegner am Samstag im Viertelfinale ist der US-Amerikaner Mike Lewis (WRL 243). Es mag bizarr klingen, doch diese Hürde sollte noch leichter zu nehmen sein wie die erste. Es ist unser erstes Aufeinandertreffen, doch schon aus Beobachtungen bei vorherigen Turnieren bin ich sehr zuversichtlich mich durchzusetzen.

Es gilt aber wieder ein gutes Spiel zeigen und möglichst viel Energie sparen für ein mögliches Halbfinale, welches noch am selben Abend am Programm steht. Dort könnte ein sehr schwerer Gegner auf mich warten.

Doch zuerst gilt nocheinmal voller Fokus auf das Viertelfinale, welches um 13 Uhr Ortszeit (18 Uhr in Österreich) stattfindet.

Erstbericht: Caldense International Squash Championship in Brasilien

Seit Dienstag befinde ich mich in Pocos de Caldas, etwa 250 Kilometer nördlich von Sao Paolo. Dort beginnen am Freitag die Caldense International Squash Championship, ein Challenger 5 PSA Turnier bei welchem ich auf Nummer 1 gesetzt bin.

Es ist mein erstes PSA Turnier in der neuen Saison, dafür nahm ich eine lange Reise in Kauf, aber ich konne mich gut vorbereiten und möchte meine gute Setzung hier ausnützen. Es wird mit Sicherheit keine einfache Aufgabe, es warten einige gute Spieler im Raster. Zumindest für die ersten beiden Runden sieht meine Auslosung schon einmal sehr gut aus.

In der ersten Runde treffe ich auf den Braslianer Diego Gobbi (WRL 262), im Falle eines Erfolges treffe ich auf den Sieger der Partie Mike Lewis (USA, WRL 242 ) und der Wildcard Franco (BRA).

Doch natürlich werde ich von Spiel zu Spiel mich konzentrieren und stets versuchen meine beste Leistung zu bringen. Das Turnier ist sehr gut organisiert, samt einem Lokalem Turnier mit 140 Spielern.

Mein erstes Spiel findet am Freitag um 17 Uhr Ortszeit (22 Uhr in Österreich) statt.

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://squash-innsbruck.at/aqeel-rehmann-in-brasilien-beim-caldense-open-2014/

Schreibe einen Kommentar